Benzodiazepine/Benzo - Arzneimittel

Hersteller: PFIZER

Wirkungsdauer: 5-9h

Dosierung:  0,25 mg - 7,5 mg,

 

Beschreibung:

Präperate, wie TAVOR/Lorazepam gehören  der Gruppe der Benzodiazepine - auch als Benzo`s bekannt – werden häufig in der Medizin eingesetzt.

 

Wirkung:

-anxiolytische(angstlösende),

-antikonvulsive(epileptische Potentiale unterdrückende),

-sedierende(beruhigende),

-hypnotische (schlaffördernde)

-muskelrelaxend (krampflösende, muskelentspannend

 

Nebenwirkungen/Risiken:

epam kann, wie andere Benzodiazepine, psychisch und/oder physisch abhängig machen. Schwerste Entzugserscheinungen, ähnlich im Auftreten wie die von Alkohol, Barbituraten und anderen Benzodiazepinen wurden nach abruptem Absetzen beobachtet (insbesondere nach längerer Einnahme). Deshalb ist eine schrittweise Absetzung (Ausschleichen) über einen Zeitraum von Wochen oder Monaten, abhängig von der Zeit, in der es eingenommen wurde, sowie der Dosierung, unbedingt nötig.

Eine Langzeittherapie kann zu kognitiven Defiziten führen, die bei Behandlungsabbruch jedoch reversibel sind.

Lorazepam kann, falls bei Schwangerschaft eingenommen, unter Umständen das ungeborene Kind schädigen, doch wurde das selten beobachtet. Nahe dem Geburtszeitpunkt verabreicht, kann Lorazepam beim Säugling Entzugserscheinungen auslösen.

In einigen Fällen können Benzodiazepine paradoxe Effekte auslösen, wie gesteigerten Antrieb und Aggression. Einige Mediziner denken, diese Effekte könnten durch eine Enthemmung ausgelöst werden und deshalb bei Patienten, die aufgrund von vorher existierenden Persönlichkeitsstörungen möglicherweise unter dem Durchschnitt der Enthemmung liegen, häufiger auftreten. Paradoxe Effekte werden besonders häufig während einer Anwendung bei Manie und Schizophrenie beobachtet. Nach abruptem Absetzen oder zu schnellem Ausschleichen treten häufig die gleichen Effekte (Angst, Panikattacken, teilweise schwere epileptische Anfälle – jedoch deutlich ausgeprägter) wie vor Beginn der Einnahme auf, was wieder zu behandlungsbedürftigen Situationen führt.

Lorazepam kann schwer absehbare Restwirkungen wie Müdigkeit, vermindertes Reaktionsvermögen, Schwindelgefühle und niedrigen Blutdruck haben, die innerhalb von zwölf Stunden noch zu deutlichen Einschränkungen im Alltagsleben führen können. Daher sollten die aktive Verkehrsteilnahme, das Bedienen von Maschinen und Arbeiten ohne sicheren Halt nur unter ärztlicher Rücksprache erfolgen.

 

Missbrauch(-spotenzial):

Menschen mit Suchtpotenzial oder Erfahrungen im Missbrauch von Substanzen neigen eher dazu, Medikamente wie Lorazepam zu missbrauchen. Es wird als hochpotentes Benzodiazepin dazu benutzt, die Wirkung von Stimulanzien abzustimmen oder bei einem durch LSD oder anderen halluzinogenen Substanzen ausgelösten schlechten Trip zu helfen. Es kann davon ausgegangen werden, dass Lorazepam in der Drogenszene benutzt wird, um die euphorischen Effekte von Opiaten wie Heroin zu verstärken. Die Risiken beim Einsatz zusammen mit einem Opiat sind Atemdepression und sogar Atemstillstand.

 

Legalität/Rechtsstatus:

Lorazepam fällt in Deutschland ab einer Wirkstoffmenge von > 2,5 mg je Einheit als verschreibungsfähiger Stoff unter das Betäubungsmittelgesetz (BtmG). Bei geringeren Wirkstoffmengen je Einheit ist es weiterhin verschreibungspflichtig, jedoch ohne unter das BtmG zu fallen

 

 

Synonyme:

  • Artzneimittel/Präperate: TAVOR, Lorazepam, Diazepam, Tavor (D), Tavor Expidet (Schmelztabletten) (D), Tolid (D), Ativan (USA, GB), Lorazepam dura (D), Merlit (A), Temesta (CH, AT, L, B), diverse Generika.... etc.

 

  • Research Chemicals: Clonepam, Etziolam,... etc.

 

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